Hygienekonzept COVID-19

Auf Basis des Rahmenkonzeptes für Proben in den Bereichen Laienmusik vom 22.12.2021 der Bayerischen Staatsministerien für Wissenschaft und Kunst und für Gesundheit und Pflege.

Generelle Sicherheits- und Hygieneregeln

Grundsätzlich werden die jeweils geltenden infektionsschutzrechtlichen (Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung – BayIfSMV) Vorgaben umgesetzt.

Zugangsregeln:

Für Probenteilnehmer, Besucher und Probenveranstalter ist die jeweilige Zugangsvoraussetzung der aktuellen BayIfSMV sowie ggf. weitere bundesrechtliche Regelungen (z. B. Infektionsschutzgesetz – IfSG) zu beachten. Nehmen Regelungen der aktuellen BayIfSMV Bezug auf Beschäftigte, so gelten diese Vorgaben für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie darüber hinaus auch für alle sonstigen Personen, die als notwendiges Funktionspersonal für die jeweilige Probe (Tontechniker etc.) sowie als verantwortliche Funktionsträger der Laienensembles auf Veranlassung des Probenveranstalters mit unmittelbarem Kontakt zu den Probenteilnehmern und Besuchern tätig werden; darunter kann grundsätzlich auch eine Tätigkeit auf Honorarvertragsbasis fallen. Bei der Person, welche die Probe leitet, ist regelmäßig davon auszugehen, dass ein unmittelbarer Kontakt im Sinne der jeweils aktuellen BayIfSMV mit den Probenteilnehmern gegeben ist.

Maskenpflicht:

Zu den Vorgaben hinsichtlich des Tragens von Gesichtsmasken wird auf die jeweils aktuelle BayIfSMV verwiesen. Bei den Proben entfällt die Maskenpflicht für Teilnehmer soweit und solange dies das aktive Musizieren bzw. die künstlerische Konzeption des Schauspiels nicht zulässt, insbesondere beim Spielen von Blasinstrumenten oder bei Gesang; arbeitsschutzrechtliche Bestimmungen bleiben unberührt.
Ausnahmen von der Maskenpflicht sind der jeweils aktuellen BayIfSMV zu entnehmen.
Der Veranstalter ist verpflichtet die Einhaltung der Bestimmungen zur Maskenpflicht sicherzustellen.

Mindestabstand:

Zu den Vorgaben hinsichtlich der Einhaltung von Mindestabständen wird auf die jeweils aktuelle BayIfSMV verwiesen. Aus der Zusammenschau von geltenden Mindestabständen und der Größe der Probenräumlichkeit ergibt sich ggf. eine Höchstteilnehmerzahl.

Allgemeine Regelungen:

Es werden ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und Hände­desinfektionsmittel (als flankierende Maßnahme) bereitgestellt. Sanitäre Einrichtungen sind mit Seifenspendern und Einmal­handtüchern ausgestattet. Jet­stream-Geräte sind nicht erlaubt. Bei Waschgelegenheiten werden gut sichtbar Infographiken zur Handhygiene (www.infektionsschutz.de/mediathek/infografiken.html) angebracht. Kontaktflächen wie Türgriffe, Handläufe und Tisch­oberflächen sind unter Berücksichtigung der Nutzungsfrequenz regelmäßig zu reinigen. Auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m ist zu achten, z. B. durch die Nicht-Inbetriebnahme von jedem zweiten Waschbecken.

Laufwege zur Lenkung von Teilnehmern werden nach örtlichen Gegebenheiten geplant und vorgegeben (z. B. Einbahnstraßenkonzept; reihenweiser, kontrollierter Auslass nach Ende der Probe). Nach Möglichkeit werden die genaue Bewegungsrichtung beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten vorgegeben. Einzuhaltende Abstände im Zugangs- und Wartebereich werden entsprechend kenntlich gemacht. Es wird bei Fahrstühlen, Rolltreppen und Treppenaufgängen ebenfalls auf Kontaktminimierung geachtet, z. B. durch Nutzung mehrerer Ein- und Ausgänge sowie von automatisch öffnenden Türen.

Lüftungskonzept:

Zur Gewährleistung eines regelmäßigen und aus Sicht des Infektionsschutzes ausreichenden Luftaustausches wird die Lüftungsfrequenz abhängig von der Raumgröße, Personenbelegung und Nutzung berücksichtigt.

Während der Proben sind ausreichende Lüftungspausen / eine ausreichende kontinuierliche Lüftung (z. B. durch raumlufttechnische Anlagen) gewährleistet. Dabei ist ein ausreichender Frischluftaustausch, der ein infektionsschutzgerechtes Lüften sicherstellt, gewährleistet.

Reinigungskonzept:

Die Reinigungsintervalle für Handkontaktflächen oder für Gegenstände, die von ver­schiedenen Personen berührt werden oder die besonders häufig berührt werden (ins­be­sondere Türklinken, Halterungen, Griffstangen/Handläufe und Tischoberflächen) sowie Toiletten wurden verkürzt. Auf die Aufbereitung von Reinigungsutensilien wird geachtet. Auf Hochdruckreiniger wird verzichtet.

Umsetzung der Schutzmaßnahmen: Durchführung von Proben

Allgemeine Regelungen:

Bei Orchestern mit Blasinstrumenten ist eine versetzte Aufstellung der Musizierenden (Schachbrettmuster) sinnvoll, um das Risiko einer Tröpfcheninfektion zu minimieren. Beim Musizieren mit Querflöten sollten aufgrund Tonerzeugung am Mundstück und der dadurch bedingten Versprühung der Tröpfchen direkt in den Raum die Flötisten in der vordersten Reihe bzw. Randbereich positioniert sein. Dirigentinnen/Dirigenten und Musikerinnen/Musiker haben möglichst nur eigene Instrumente und Hilfsmittel zu verwenden. Ein Verleih von Musikinstrumenten oder deren Nutzung von mehreren Personen darf nur nach jeweils vollständiger Desinfizierung stattfinden. Angefallenes Kondensat in Blech- und Holzblasinstrumenten darf nur ohne Durchblasen von Luft abgelassen werden. Das Kondensat muss von der Verursacherin/vom Verursacher mit Einmaltüchern aufgefangen und in geschlossenen Behältnissen entsorgt werden. Die Möglichkeit zur anschließenden Händereinigung muss gegeben sein. Ist dies nicht umsetzbar, muss eine Händedesinfektion zur Verfügung stehen. Ein kurzfristiger Verleih, Tausch oder eine Nutzung von Blasinstrumenten durch mehrere Personen ist ausgeschlossen.

Testungen

Allgemeines

Verbindlich für die Vorgaben zu den Testnachweispflichten sind die jeweils aktuell geltenden landesrechtlichen Bestimmungen (BayIfSMV) sowie die Bestimmungen des IfSG.

Organisation

  • Anbieter, Veranstalter und Betreiber sollten vorab auf geeignete Weise (beispielsweise bei Terminbuchung) auf die ggf. bestehende Notwendigkeit zur Vorlage eines Testnachweises hinweisen.
  • Anbieter, Veranstalter und Betreiber sind zur Überprüfung der vorzulegenden Testnachweise verpflichtet.
  • Bei positivem Ergebnis eines vor Ort von Fachkräften oder geschultem Personal durchgeführten Schnelltests darf die Probe nicht besucht werden und es besteht mit der Mitteilung des positiven Ergebnisses eine Absonderungspflicht (Isolation). Die betreffende Person muss sich beim Gesundheitsamt melden, welches dann über das weitere Vorgehen informiert. Gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 1 IfSG besteht eine Meldepflicht der feststellenden Person hinsichtlich des positiven Testergebnisses an das zuständige Gesundheitsamt.
  • Zeigt ein Selbsttest ein positives Ergebnis an, ist der betroffenen Person der Zutritt ebenfalls zu verweigern. Die betroffene Person sollte sich sofort absondern, alle Kontakte so weit wie möglich vermeiden und über den Hausarzt, das lokale Testzentrum oder die Rufnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung einen Termin zur PCR-Testung vereinbaren.
  • Die verschiedenen Möglichkeiten, bei denen die jeweiligen Testarten durchgeführt werden können, sind in der regelmäßig aktualisierten Übersicht unter https://www.stmgp.bayern.de/wp-content/uploads/2021/11/uebersicht-testungen_26-11-2021.pdf (Stand 24. November 2021) dargestellt. 2Unter https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/bayerische-teststrategie/ finden sich Suchfunktionen, mit denen entsprechende Teststellen gefunden werden können.

Ausgestaltung des zu überprüfenden/auszustellenden Testnachweises

Mangels verbindlicher Vorgaben durch den Bund gibt es ein kein einheitliches Formular zur Ausstellung von Testnachweisen. Das StMGP empfiehlt folgenden Mindestinhalt: Name und Anschrift der Teststelle, Name, Anschrift und Geburtsdatum der getesteten Person, Name des verwendeten Tests, Hersteller des Tests, Art des Tests (PCR-Test, PCR-Schnelltest, Antigen-Schnelltest oder Antigen-Selbsttest unter Aufsicht), Testdatum und Testuhrzeit, Kontext, in dem die Testung erfolgt ist (Vor-Ort-Test, betriebliche Testung, Testung durch Leistungserbringer im Sinne des § 6 Abs. 1 TestV), Testergebnis, Datum der Mitteilung des Testergebnisses, Stempel der Teststelle, Unterschrift der verantwortlichen Person.

Darüber hinaus wird bei allen Teststellen, die Bürgertestungen nach § 4a TestV anbieten, auf Wunsch auch ein digitaler Testnachweis über die Corona-Warn-App erstellt, der ebenfalls Geltung beansprucht.

Überprüfung und Aufbewahrung der vorzulegenden Nachweise

Soweit Betreiber nach der jeweils geltenden BayIfSMV zur Überprüfung der vorzulegenden Impf-, Genesenen- oder Testnachweise verpflichtet sind, hat das individuelle Infektionsschutzkonzept des Betreibers Ausführungen zu enthalten, wie eine Überprüfung effektiv sichergestellt werden kann. Die Nachweise sind stets möglichst vollständig zu kontrollieren.